Adam war kein Tier.

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Das Betriebssystem unsere Digitalgeräte muss gewartet werden, damit es vor zerstörerischen Angriffen geschützt bleibt und damit es neuen Anforderungen genügen kann. Angenommen: Die Software entspreche unserem Gehirn. Man möge mir verzeihen, dass ich Lebewesen mit solch einfachen Maschinen und ihrer Software vergleiche. Doch durch diesen Vergleich kann man den Unterschied zwischen Mensch und Tier vereinfacht darstellen. Die Heilige Schrift möchte uns in 1.Mose 1,27 klarmachen, dass das erste Menschenpaar eine Neuschöpfung darstellte, die nicht aus der Tierwelt hervorgegangen ist. Wie Gott Adam schuf, darüber existiert kein geschichtliches Zeugnis. Adam selbst hat es sicherlich nicht aufschreiben können. Die Schöpfungsgeschichte des Menschen beruht auf einer spirituellen Eingebung, vergleichbar mit jener der Zehn Gebote. Zugegeben, das äußere Erscheinungsbild eines Menschen ähnelt sehr stark dem eines Primaten. Das ist unbestritten! Doch die geistigen wie die geistlichen Fähigkeiten des Menschen verbieten eine Gleichstellung mit dem Tier. Der Mensch als Krone der Schöpfung besitzt ein völlig anderes „Betriebssystem“als das Tier.

Was unterscheidet den Menschen von Tier?

Das Tier ist seinen Trieben ausgeliefert. Es ist aber auch dem Menschen verpflichtet, den es in der Wildnis in der Regel fürchtet, ihm jedoch gehorcht, wenn es domestiziert wurde. Das Tier hat kein Gewissen, den Schöpfer aller Dinge kennt es nicht. Es wird daher auch nicht von ihm im Jüngsten Gericht verurteilt werden. Der Mensch hingegen ist über sein Gewissen dem Schöpfer verbunden. Er wird eines Tages vor ihm sich verantworten müssen. Das Tier ist für den Menschen geschaffen worden, der Mensch aber für Gott, der ihn nach seinem Bilde schuf.

Michelangelo: "Erschaffung des Menschen"

Das Tier könnte man mit einer digital gesteuerten Maschine vergleichen. Nehmen wir als Beispiele Roboter, welche den Rasen im Garten mähen oder den Staub in der Wohnung einsammeln. Sie sind für eine ganz bestimmte Aufgabe programmiert. Andere Tätigkeiten vermögen sie nicht zu leisten. Der Mensch kann fast alles erlernen. Sollte ein Roboter ihm jemals ebenbürtig sein, dann wird Letzterer sicherlich von einem Menschen ferngesteuert.
Woher hat nun der Mensch seine erstaunlichen Fähigkeiten? Die Bibel kennt darauf nur eine Antwort: Der Mensch wurde zu Gott hin geschaffen. Gott schuf ihn nach seinem Bilde. Die Folge ist, dass er mit seinem Schöpfer kommunizieren kann. Wenn wir den Menschen vom Tier abgrenzen wollen, dann haben wir genau das zu berücksichtigen. Der menschliche Geist sollte eine Verbindung mit dem Geiste Gottes haben. (In der digitalen Sprache würden wir vom Internet sprechen, das den PC mit dem dem Server verbindet.) Aber es können auch negative Einflüsse den Menschen verführen. Jeder Mensch entscheidet für sich, welchen Einflüssen er sich öffnen möchte. Auf diese Weise wurde der Mensch zum größten Risiko Gottes.

Was unterscheidet den Mann von der Frau?

Männer wie Frauen entstehen aus einer befruchteten Eizelle im Leib einer Mutter.
Die männlichen Keimzellen, welche zu einer Zeugung beitragen, werden Spermien genannt. Eine von ihnen wird bei einer Zeugung mit der weiblichen Eizelle eine Verschmelzung eingehen und sie dadurch zur Keimzelle eines Menschen machen.
In der Eizelle befinden sich die Erbanlagen der Mutter, im Spermium die des Vaters. Die Erbanlagen sind normalerweise in den Körperzellen doppelt angelegt. Beim Bilden der Keimzellen wird diese Doppelung aufgegeben. Dort existiert nur ein Strang mit allen Erbanlagen der Frau bzw des Mannes.
In der normalen Zelle existieren die Erbanlagen also doppelt. Daher spricht man auch dort von einer Doppelhelix. Während jedoch bei der Frau die zwei Stränge völlig identisch sind, unterscheiden sie sich beim Manne. Hier gibt es einen Strang, der das männliche Geschlecht bestimmt, der andere legt das weibliche fest. Das eine nennt man das männliche Genom, das andere das weibliche. Der Mann besitzt also beide Arten von Genome in seinen Zellen, während die Frau nur das weibliche Genom besitzt, dieses allerdings doppelt.
Verbindet sich bei der Befruchtung ein weibliches Genom der weiblichen Eizelle mit dem weiblichen Genomstrang der männlichen Keimzelle, so entsteht ein Mädchen im Leib der Mutter. Verbindet es sich jedoch mit dem männlichen Genomstrang des Spermiums, so wird sich ein Junge entwickeln. Der männliche Strang ist also dominant.
Jetzt wird uns auch verständlich, warum der erste Mensch ein Mann war?
Nun, der Schöpfer und Programmierer des Lebens schuf im ersten Menschen eine Person, die sowohl männliche wie auch weibliche Genstrukturen besitzt. Um aus Adam eine Frau entstehen zu lassen, brauchte er lediglich das männliche Genom entfernen und das weibliche verdoppeln. Eine gänzliche Neuerschaffung der Frau erübrigte sich dadurch.
"Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist." (1.Mose 2,23)

Walfried.kroemker@gmx.de - 26.08.19 Kk