Walfrie.de

Prediger und Seelsorger

Der alte Pastor Dr. Prüßner aus Bünde in Westfalen sagte mir vor 30 Jahren etwa Folgendes: "Walfried, ich hatte mehrere Gelegenheiten, den Ruf an eine Theologische Hochschule anzunehmen. Ich habe immer abgelehnt, weil ich gemerkt habe, das mich das nicht weiter zu Christus bringt."
Dieser geistige Hirte ging abends gegen 19 Uhr ins Bett und stand morgens gegen 6 Uhr auf. Nach dem Frühstück besuchte er „seine Schäfchen“ im Altersheim und im Krankenhaus. Er war seit seiner Pensionierung in der Stadt geblieben und war mittlerweile 70 geworden. Am Abend vor seiner Sterbenacht spielte ich ihm an seinem Bette geistliche Lieder auf der Gitarre.
Seine Predigten waren bis zuletzt belebend geblieben, voller Enthusiasmus und Überzeugungskraft. Wenn er predigte, dann war die Kirche bis zum letzten Platz gefüllt – zumeist von Jugendlichen. Viele von ihnen hatte er schon im Gymnasium als ihr Religionslehrer seelsorgerlich betreut. Als er starb, ging ein treuer Bote des Herrn zuversichtlich und getrost in die Ewigkeit.

02.05.2012 Kk

Heiler und Erzieher

Ein junger Mann von 47 Jahren erkrankte an Prostatakrebs. Der chilenische Arzt Dr. Venegas fragte ihn: “Wollen sie noch Kinder haben?“ Als der Mann bejahte, antwortete der Doktor: "Spätestens nach 14 Tagen muss ich sie behandeln, sonst sterben Sie. Wenn ich das getan habe werde, dann werden sie unfruchtbar sein." Während der nächsten 14 Tage fand in einer freien christlichen Gemeinde jeden Abend zwischen etwa 19 – 22 Uhr eine Evangelisation statt. Dort ging der junge Mann hin, nachdem er unter Tränen seine Sünden bekannt hatte. Am Ende dieser Zeit wies ihn ein junger Missionar zurecht. Während dieser Zeit strömte ein warmer Strom durch den Unterleib des Kranken! Der Arzt bestätigte hernach eine vollständige Heilung. Der Mann zeugte noch zwei Söhne. Er blieb auch 23 Jahre nach der Heilung noch gesund!

02.05.2012 Kk

Ein kleines Mädchen

Vor etwa 35 Jahren lud mich ein Freund zu einer Evangelisation nach Darmstadt ein. Ein Pfingstprediger lehrte das Evangelium mitten in der Stadt. Damals war das noch möglich. Die Passanten blieben stehen, bis ein regelrechter Volksauflauf entstand. Im abendlichen Gottesdienst versammelten sich etwa 200 Menschen. Nach einer mitreißenden Predigt kam ein 12-jähriges kleines Mädchen nach vorn. Als der Pastor ihr die Hand auf den Kopf legte, began die Kleine in neuen Zungen zu reden.Leider klang das nicht sehr harmonisch. Wohl deswegen verließen fast alle nacheinander den Raum. Eine Ausnahme bildeten 20 - 30 Personen, die auf den ersten beiden Stuhlreihen saßen. Es waren wohl die Mitglieder der heimischen Pfingstgemeinde. Außerdem blieben natürlich der eingeladene Prediger, das Mädchen und ich! Obwohl ich von leeren Stühlen umgeben war, wollte ich nicht gehen. Stattdessen betete ich, in mich zusammengekauert, um die Seele des Mädchens, das ich für besessen hielt. Nach einigen Minuten wurde mir ihre Sprache immer verständlicher. Es war mir, als hörte ich ein Tonband mit aufgezeichneter Sprache, die allerdings viel zu schnell abgespielt wurde, so dass man sie nicht verstehen konnte. Dann aber wurde die Wortfolge langsamer und damit verständlicher. Das Mädchen lobte den Herrn! Der Grundkanon war: "Ich lobe Dich Herr, ich verehre Dich Gott, ich bete Dich an....!" - Plötzlich stand der Prediger vor mir und fragte mich: "Hast Du etwas verstanden?" Ich erwiderte gegen besseres Wissen: "Nein!" - Seitdem habe ich niemals mehr eine Zungensprache auslegen können, obwohl ich um Vergebung meiner damaligen Lüge oftmals gebetet habe.

03.05.2012 Kk

Horst auf den Wege zur Mutter

Vor etwa 35 Jahren traf ich ihn um Mitternacht auf der Herforder Straße in Löhne-Gohfeld, als ich von einem seelsorgerlichen Gespräch heimfahren wollte. Zerlumpt war er und heruntergekommen, als er seinen Daumen in die Luft hielt. Er stieg ein und ich begrüßte ihn mit den Worten: "Jesus lebt!" Mit denselben Worten grüßte er zurück! Doch ich merkte bald, dass da ein verlorener Sohn neben mir saß! Er hatte zusammen mit seinem Freund eine Rockband gegründet. Als letzterer gestorben war, ging es auch mit Horst abwärts!
Er nahm Rauschgift, bekam einen Waschzwang und wurde Alkoholiker. Nun wollte er bei einer Bekannten in Herford übernachten, die früher einmal ein Fan von ihm gewesen war. Da ersichtlich wurde, dass daraus nichts werden würde, schlug ich ihm vor, sich am nächsten Morgen um 6 Uhr auf einer Bank einzufinden, die auf dem Alten Markt in der Innenstadt stand.
Dort fand ich ihn am anderen Morgen und überredete ihn, mit mir zu seinen Eltern nach Bottrop zu fahren. Als wir auf der A2 in Richtung Ruhrgebiet unterwegs waren, gestand der Horst mir ein, dass er seit mehreren Nächten nicht geschlafen habe. Ich betete: "Herr gib dem Horst Schlaf!" Kurz darauf hörte ich ihn neben mir leise schnarchen. Nun war mir aber der Weg zu seinem Elternhaus völlig unbekannt. Bevor ich die erste Abfahrt nach Bottrop passierte, betete ich daher: "Herr, zeige mir bitte den Weg zur Wohnung seiner Eltern!" Auf keinen Fall wollte ich den Jungen wecken! - Vielmals bog ich rechts ab, mehrmals links. Schließlich hielt ich auf einem Parkplatz unterhalb eines Hügels an. Der Herr sagte zu mir: "Dort oben auf dem Hügel wohnen seine Eltern!" Da mich in diesem Moment der Glaube verließ, fuhr ich nicht die Straße zum Hügel hinauf, sondern stellte den Motor ab. Daraufhin wurde Horst wach und sagte: "Woher weißt Du, dass dort oben meine Eltern wohnen." – "Ich weiß es nicht, aber der Herr Jesus Christus weiß es und der hat es mir gezeigt!" Der Junge glaubte es mir. Im Wochenendhaus auf dem Hügel, in der Nähe der elterlichen Wohnung feierte seine Mutter zusammen mit ihrem Mann und den nächsten Verwandten ihren Geburtstag. Die Freude der Mutter war sehr groß, als sie ihren Sohn sah. Von dem Wunder der Wegweisung erzählten wir den Verwandten jedoch nichts. Dass ich selber auch schwieg, habe ich allerdings später bereut.
Ein Bekannter, dem ich die Geschichte nach Jahren erzählte, erklärte mich zum Lügner und ging mir seitdem aus dem Wege. Nun ja, auch Paulus und die anderen Apostel wurden damals von Juden, Römern und Griechen für verrückt erklärt. Einige Menschen halten den Ersteren auch heute noch für einen Epileptiker, den man nicht ernst nehmen sollte. Wer aber nach Jesu Worten handelt, erlebt den Auferstandenen zu allen Zeiten. – Ihr jungen Leute, strebt nicht in erster Linie nach Ansehen, Geld und Karriere. Ihr werdet schnell alt, schneller als ihr denkt, dann verlieren all diese Dinge immer mehr ihre Bedeutung. Sie verblassen und bleiben zurück!!! Doch was ihr mit dem auferstandenen Christus erlebt habt, bleibt und gibt euch bis ins hohe Alter die Gewissheit, dass ihr im Leben wie auch im Tode in Gottes Hand geborgen seid.

02.05.2012 Kk