Rechtgläubigkeit und Taufe

Zur Startseite

Jesu Taufe

Der Glaube

In der Bibel wird das Wort "Glaube" 320-mal verwandt. Das zeigt seine Bedeutung. Glauben beschreibt einen Zustand, der sich zwischen zwei Extremen bewegt. Zum einen geht es um die Rechtgläubigkeit. Ihr wird u. a. Rechnung getragen, indem in den Kirchen das Glaubensbekenntnis gesprochen wird. Auf jedes Wort wird geachtet. Man hält wörtlich an ihm fest. Gegen Andersgläubige grenzt man sich scharf ab, notfalls spricht man ihnen den rechten Glauben ab. Dieser Glaube ist hart und lieblos. Ein Beispiel bietet der Abendmalstreit zwischen Luther und Zwingli: "Das ist Christi Fleisch und Blut!" Das war Luthers Statement. Zwingli hielt hingegen an seinem Dogma fest: "Dieses bedeutet Christi Fleisch und Blut!" Luther hat später seine Starrköpfigkeit in diesem Punkte bereut. Auf der anderen Seite gibt es das Charisma mit seinen Geistesgaben, wie sie im 1.Korintherbrief des Apostels Paulus in den Kapiteln 12 und 14 beschrieben werden. Dieser mit Gaben ausgestattete Glaube erreicht die Seelen derer, die gerettet werden sollen, wenn er mit der Liebe praktiziert wird, wie sie im 1.Korinther 13 beschrieben wird. Hinter diesem liebenden Glauben steht Gott.

Glaube und Taufe

Im Galaterbrief 5,1-11 schreibt der Apostel Paulus Folgendes:
"1 Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! 2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen. 3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. 4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen. 5 Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen. 6 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. 7 Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? 8 Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat. 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10 Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. 11 Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre ja das Ärgernis des Kreuzes aufgehoben! (Luther 2017)"
 Diese Lesart ist in der heutigen christlichen Kultur, außerhalb des jüdischen oder islamischen Kulturkreises nicht mehr zeitgemäß, weil die Beschneidung hier keine Bedeutung mehr hat.  Es bleibt zu überlegen, welche andere Sitte hier die Bedeutung der Beschneidung übernommen haben könnte. - Dazu sollten wir uns zunächst darüber klar werden, was Beschneidung im jüdischen Kulturkreis bedeutet: Mit der Beschneidung wir ein Kind in die jüdische Glaubensgemeinschaft aufgenommen.  Das öffentliche Bekenntnis zur Glaubensgemeinschaft erfolgt später im Zuge des Erwachsenwerdens. - Entsprechendes gilt für den Islam: Das Kind wird beschnitten in den ersten Monaten seines Lebens. Auch hier erfolgt das öffentliche Bekennen des islamischen Glaubens im mündigen Erwachsenenalter.
Auch Christen möchten gerne sicher stellen, dass ihre Kinder in dem Glauben aufwachsen, zu dem sie sich selber bekennen.  Dieses möchte sie an einer symbolischen Handlung festmachen, so ähnlich wie es auch die beiden anderen Religionen praktizieren.  Die christliche Taufe eignet sich eigentlich nicht dazu, da  über diese im NT nur im Zusammenhang mit gläubigen Erwachsenen berichtet wird. Aus diesem Grunde würde eine Segnung des Neugeborenen angemessener sein. Schließlich hat Christus ja auch Kinder gesegnet und eben nicht getauft. Doch die Segnung verpflichtet noch nicht zum Christsein. Die christlichen Kirchen möchten, dass alle Menschen gesegnet sind, ganz gleich zu welcher Religion sie gehören. Mit einer Kindersegnung allein würden also Menschen noch kein Mitglieder einer christlichen Kirche werden. Es entsteht eine ganz schwierige Situation für die Kirche wie auch für die Eltern des neugeborenen Kindes: Eltern und Kirche wünschen, dass das neugeborene Kind Christ wird. - Doch Christ wird man allein durch den christlichen Glauben! Dieser  Glaube ist aber für einen Säugling nicht praktikabel und wird auch in vielen evangelischen Gebieten Deutschlands von dessen Eltern nicht praktiziert, weil diese nur zu besonderen Anlässen den Gottesdienst besuchen oder gar nicht. Die Kirche bemüht sich lobenswerter Weise schon sehr früh, diesem Missstand zu begegnen, indem sie zum Konfirmandenunterricht einlädt. Doch was will man konfirmieren (festigen), wenn die Eltern ihre Kinder zuvor gar nicht christlich erzogen haben.
 Ein Säugling wird also schon Mitglied der Landeskirche, bevor er zum christlichen Glauben gefunden hat. Das führt bei vielen Menschen zu der Annahme, sie seien schon zum Ewige Leben errettet worden, wenn sie als Säuglinge getauft und später konfirmiert worden seien.
Wenn der Apostel Paulus heute leben würde, dann könnten sich die Verse 1-11 des Galaterbriefes folgendermaßen anhören:
"1 Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! 2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch als Säuglinge habt taufen lassen (beschneiden lasst), so wird euch das (ohne den Glauben an Christus) nichts nützen. 3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der als Säugling getauft wurde  (sich  beschneiden lässt), dass er zum Glauben verpflichtet ist (das ganze Gesetz zu tun schuldig ist). 4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch die Säuglingstaufe (das Gesetz) gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen. 5 Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen. 6 Denn in Christus Jesus gilt weder  Säuglingstaufe noch Konfirmation etwas (Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas), sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. 7 Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? 8 Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat. 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10 Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. 11 Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Säuglingstaufe (Beschneidung) noch predige, warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre ja das Ärgernis des Kreuzes aufgehoben!" (Luther 2017)

15.11.17  Kk

Das Taufverständnis der christlichen Religionen

In den christlichen Volkskirchen und Freikirchen kommt es oftmals zu unterschiedlichen Taufverständnissen.
Die Busstaufe:
Die Taufe fand ihren Eingang in die Heilsgeschichte der Bibel durch Johannes den Täufer. Diese Taufe wurde als Zeichen der Buße verstanden, wie wir es dem Evangelium des Matthäus in Mt 3,11 entnehmen können.
Die Zugehörigkeitstaufe:
Juden und Moslime lassen ihre Kinder kurz nach ihrer Geburt beschneiden. Dadurch werden sie in ihre Glaubensgemeinschaft aufgenommen. Damit sind sie noch keine Glaubensgenossen. Erst im mündigen Erwachsenenalter werden die Kinder durch das Bekenntnis „Ala ist Gott und Mohammet ist sein Prophet“ Moslime. Entsprechend erwarten die frommen Juden von ihren erwachsenen Kindern das Bekenntnis zu dem einen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Die großen Volkskirchen des Christentums haben sich den beiden anderen Weltreligionen angepasst, indem sie ebenfalls einen Ritus einführten, durch den Kinder in ihre christliche Religionsgemeinschaft aufgenommen werden. Dieses geschieht durch die Kindertaufe. Durch sie ist das Neugeborene noch kein Christ geworden, so wenig wie ein beschnittenes Baby auch noch kein Jude oder ein Moslem ist. Christ wird ein Mensch erst mit dem Glauben, dass Christus für die Sünden der Menschen gestorben ist. Daher sollte der Säuglingstaufe die christliche Unterweisung folgen. Wenn sie ausbleibt, ist das Besprengen eines Babys mit Wasser meiner Meinung nach lediglich ein Sakramensmissbrauch.
Die Glaubenstaufe:
Die Glaubenstaufe wird als die Bekundung eines Bekenntniswechsels verstanden. Die biblische Geschichte, welche in diesem Zusammenhang in der Regel genannt wird, ist die des Kämmerers aus dem Morgenlande, die uns in Apg 8,34-37 berichtet wird. So hat sich auch der erste französische König Jovis I, alias Chlodwig, während der Schlacht gegen die Alemannen von seinen germanischen Göttern zum christlichen Glauben seiner Frau bekannt.  Anschließend ließ er sich taufen. Das geschah um 500 n.Chr.n. Um 700 n.Chr. n. tat es ihm der sächsische Herzog Widukind gleich. Allgemein wird bis heute ein Wechsel vom Heidentum zum christlichen Glauben durch eine Taufe dokumentiert. Bei der Glaubenstaufe läuft man jedoch Gefahr, einen Menschen falsch einzuschätzen.  Solch ein Fall wird uns in Apg 8,13-23 beschrieben. Während der Predigt des Philippus wird ein Mann Namens Simon gläubig und lässt sich taufen. Hernach erkennen die Apostel Petrus und Johannes allerdings, dass Simon nicht rechtgläubig ist, da er die Gabe der Geistesübermittlung durch Geld erkaufen will. Daher ist bei der sog Glaubenstaufe Vorsicht geboten. Auch bei ihr kann durchaus ein Sakramentsmissbrauch vorliegen wie damals bei Simon.
Geistestaufe:
Von ihr spricht schon Johannes der Täufer in Mt 3,11: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen “.  In Markus 1,8 befindet sich eine Parallelstelle dazu und in Lukas 3, 15-17 eine weitere. Auch Christus selbst erfuhr eine Geistestaufe, wie sie Lukas in seinem Evangelium in Lk 3, 21-22 beschreibt: „Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen“.  (Bibelstellen nach Luther 2017). Zu Pfingsten wiederholt sich etwas Gleichartiges unter den versammelten Jüngern.

10.04.2018 Kk

The baptismal understanding of the Christian religions

There are often different understandings of baptism in the Christian folk churches and free churches.
The baptism of repentance: Baptism found its way into the salvation history of the Bible through John the Baptist. This baptism was understood as a sign of repentance, as we can see in the Gospel of Matthew in Mt 3:11.
The baptism for admission: Jews and Muslims have their children circumcised shortly after their birth. As a result, they are included in their religious community. So they are not yet juish or muslim believers. Only in adulthood they are able to declared "Ala is God and Mohammet is his prophet". By this they will become Moslems. Corresponding to this the Jews expect from their adult children  the confession to the  God of Abraham, Isaac and Jacob. In comparison to the other two world religions the Churches created also an introducing rite by which children are included in their Christian religious community. This happens by the infant baptism. Privat Churches  are doing this by blessing the children.
The baptism of faith: The baptism of faith is understood as a manifestation of a changing into believing. The biblical story, which is generally referred to in this context, is that of the chamberlain of Ethiopia, which is recorded in Acts 8: 34-37. Likewise , during the battle against the Alemanni, the first French king Clovis I, switched from his Germanic gods to the christian God woshiped by his wife. Then he was baptized. That happened approximately at 500. At 700 the Saxon Duke Widukind did the same. Generally a change from paganism to Christianity is documented by a baptism. In baptism of faith, however, human beeings run the risk of misjudging a person. Such a case is described in Acts 8: 13-23. During the preaching of Philip, a man named Simon is judged as a believer and is therefor beeing baptized. Afterwards, however, the apostles Peter and John recognize that Simon is not orthodox, because he wants to buy the gift of spiritual transmission through money. Therefore, caution is required in the so-called faith baptism. By judging others as believers, there may be a sacramental abuse, if the judment is failing, as it was failing in the case of Simon.
Baptism by the Holy Spirit: John the Baptist speaks of her in Mt 3:11: "I baptise you with water for repentance; but he who comes after me is stronger than me, and I am not worthy to wear his shoes; he will baptize you with the Holy Spirit and with fire ". There is a parallel passage to it in Mark 1:8 as well as in Luke 3, 15-17. Christ Himself also received a spirit baptism, as Luke describes in his Gospel in Lk 3: 21-22: "And it came to pass, when all the people were baptized, and Jesus also was baptized and prayed, the heavens opened, and the Holy Spirit descended upon him in bodily form like a dove, and a voice came from heaven: You are my dear son, I am well pleased with you." (Bible verses after Luther 2017)

La compréhension baptismale des religions chrétiennes

Dans les églises chrétiennes, il y a souvent des différentes conceptions du baptême.
Le baptème de bus: Le baptême a pris son chemin du salut dans l'histoire par Jean-Baptiste. Ce baptême était compris comme un signe de repentance, comme nous pouvons le voir dans l'Évangile de Matthieu en Mt 3:11.
Le baptême comme habitude d'enregistrement: Les juifs et les musulmans ont leurs enfants circoncis peu de temps après leur naissance. En conséquence, ils sont inclus dans leur communauté religieuse. Donc, ils ne sont pas encore  croyant. Il était seulement à l'âge adulte,que les enfants sont des Musulmans par la confession « Ala Dieu et Mohammet est son prophète ». En conséquence, les pieux juifs attendent de leurs enfants adultes qu‘ils confessent  à  le Dieu unique d'Abraham, d'Isaac et de Jacob. Les principales églises populaires du christianisme se sont adaptées aux deux autres religions du monde en introduisant également un rite par lequel les enfants sont accueillis dans leur communauté religieuse chrétienne. Cela arrive à travers le baptême des enfants. - A cause d'eux, le nouveau-né n'est pas encore devenu chrétien, pas plus qu'un bébé circoncis n'est juif ou musulman. Une person devient un chrétien par la conviction que Christ est mort pour les péchés des hommes. Par conséquent, l'instruction chrétienne devrait suivre la baptême des enfants. Si non, à mon avis, la baptème des enfants est un abus sacramental.
Le baptême de la foi: Le baptême de la foi est compris comme la manifestation d'une confession de foi. L'histoire biblique, qui est généralement citée dans ce contexte, est celle du chambellan de l'Est, qui est enregistrée dans Actes 8: 34-37. Ainsi, le premier roi français, Chlodwig, renonça à ses dieux germaniques et confessa la foi chrétienne de sa femme. C'était pendant la bataille contre les Alamans. Puis il a été baptisé. C'était vers 500 après JC. À 700 après JC a joué le duc saxon Widukind ainsi. En général, un changement de paganisme au christianisme est documenté par un baptême. Dans le baptême de la foi, cependant, on court le risque de mal juger une personne. Un tel cas est décrit dans Actes 8: 13-23. Pendant la prédication de Philippe, un homme nommé Simon croira et sera baptisé. Par la suite, cependant, les apôtres Pierre et Jean reconnaissent que Simon n'est pas orthodoxe, parce qu'il veut acheter le don de la transmission spirituelle par l'argent. Par conséquent, la prudence est nécessaire dans le soi-disant baptême de la foi. Même avec elle, il pourrait bien y avoir un sacrifice sacramentel comme à l'époque de Simon.
Le baptême d'esprit: Jean-Baptiste parle d'elle dans Mt 3:11: «Je vous baptise d'eau pour la repentance; mais celui qui vient après moi est plus fort que moi, et je ne suis pas digne de porter ses souliers; il vous baptisera du Saint-Esprit et du feu ". Dans Marc 1: 8 il y a un passage parallèle et dans Luc 3, 15-17 un autre. Christ lui-même a également reçu un baptême d'esprit, comme Luc le décrit dans son Évangile dans Lc 3: 21-22: «Et il arriva, quand tout le peuple fut baptisé, et que Jésus fut baptisé, et pria, les cieux s'ouvrirent, et le Saint-Esprit descendit sur lui sous la forme d‘une colombe, et une voix sortit du ciel: Tu es mon fils bien-aimé, et je suis bien content de toi.“  (Versets bibliques après Luther 2017)

14.04.2018 Kk