Ist Zungensprache noch aktuell?

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Bei der Ausgieung des Heiligen Geistes zu Pfingsten bekamen die Jnger Jesu u.a. die Gabe der Zungen. Dort heit es in Apg. 2,3: Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen Die Folge war, dass Auslnder, welche die aramische Sprache der Jnger nicht beherrschten, die frohmachende christliche Botschaft aus ihrem Munde vernahmen und verstanden. Auch der Evangelist Markus weist schon zuvor auf diese Gabe der Zungen in seinem Evangelium hin(Mk 16,17).

Einige Christen behaupten, die Gabe der Zungen sei heutzutage nicht mehr ntig, da es ja Dolmetscher gbe. Doch dazu habe ich zwei Fragen!
Sind immer Dolmetscher prsent, wenn es gilt, Menschen fremder Zunge das Evangelium nahe zu bringen?
Wre denn nicht vielleicht die Gabe der Zungen den Dolmetschern eine Hilfe?

1. Die erste ist eine rhetorische Frage und braucht eigentlich nicht beantwortet zu werden. Wer sich in der christlichen Mission einigermaen auskennt, der wei, dass ein Missionar in der Regel zunchst die Sprache des Volkes lernen muss, unter dem er missionieren will. Gehen wir daher zur nchsten Frage ber.
2. Kann die Gabe der Zungen helfen, eine fremde Sprache zu erlernen? Dazu eine wahre Geschichte: Seit ber 40 Jahren hat ein Mann nicht mehr Franzsisch gesprochen. Als er dann versuchte, eine franzsische Bibel zu lesen, bekam er groe Schwierigkeiten. Obwohl er wusste, wie die einzelnen Worte auszusprechen wren, gelang es ihm anfangs nicht, sich korrekt auszudrcken. Die Zunge machte einfach nicht mit. Doch er lernte verhltnismig schnell dazu, so dass sein Franzsischlehrer, bei dem er mit anderen zusammen einen Auffrischkurs belegte, seine franzsische Aussprache lobte. Spter fragte er sich:
3. Warum fiel mir anfangs die Aussprache so schwer? - Nun seine Zunge war lediglich daran gewhnt, deutsche oder englische Worte zu sprechen. Beide Sprachen gehren zu den germanischen, die hnliche Zungenbewegungen erfordern. Doch das Franzsische ist eine romanische Sprache, die der Zunge mitunter ganz andere Bewegungen abverlangt, als es die germanischen Sprachen tun.
4. Aber warum lernte er die richtige Aussprache dennoch schneller als andere? Nun er sprach schon seit lngerer Zeit in neuen Zungen. Er hatte diese Sprache keinesfalls deshalb vom Herrn erbeten, um mit ihrer Hilfe Fremdsprachen zu erlernen. Der Grund fr das Erbitten dieser Gabe war ein vllig anderer gewesen: Da er sich in groen seelischen Schwierigkeiten befunden und beim Apostel Paulus gelesen hatte, dass diese Gabe der Zungen der Selbsterbauung diene, hatte er sich diese erbeten und auch erhalten. Sie half ihm! Indem er sie praktizierte, kam er innerlich zur Ruhe. Dabei ergab sich ein angenehmer Nebeneffekt: Es entstanden Zungenbewegungen, die sowohl der deutschen als auch der englischen Sprache fremd waren. Man mchte sagen, dass er dadurch eine leichtere und beweglichere Zunge erhielt! Von diesem Zungentraining profitierte er hernach, als er versuchte, sich der franzsischen Aussprache wieder zuzuwenden.
5. Also, Gottes Gaben, die wir von Herrn durch seine Gnade erhalten, veralten nicht. Sie haben ihre Bedeutung zu jeder Zeit gehabt und sie werden diese auch in Zukunft bewahren.

6. Zungen heute:

Durch diese Gabe wirkte Gott zu Pfingsten, der Geburtsstunde der Christenheit. Auch wenn sie heute in der Regel nicht mehr in der Mission eingesetzt wird, so ist sie doch noch von Bedeutung. Der Apostel Paulus weist der Zungensprache im 1.Korinther 12,10 einen anderen Platz zu, als den, welchen sie whrend des ersten Pfingstfestes hatte. Sie dient zur:

1. Selbsterbauung
2. Zum Überbringen von Botschaften an die Gemeinde oder an einzelne Zuhörer.

Das Argument, Gott knne ja gleich zur Sache kommen und die Botschaft im Klartext unmissverstndlich den Betreffenden prsentieren, ist nicht berzeugend. Immerhin sind die Zuhörer, denen die Botschaft gilt, keine Engel, sondern sündige, unvollkommene Menschen. Da könnte sehr schnell ein Tumult entstehen, so wie beim letzten Abendmal Jesu nach dem Worte des Herrn, als dieser sprach: Einer von euch wird mich verraten!

Eine moderne Art, Zungensprache zu praktizieren, ist die noch heute unter Pfingstlern angewandte Methode: Einer redet in Zungen, ein anderer legt aus. Der, welchen das Wort treffen wird, der kann sich nicht beim Prediger, Zungenredner, noch beim Ausleger beschweren, wenn die Botschaft ihm nicht behagen sollte. Auch Fragen werden sie ihm nicht beantworten knnen. Wenn die auslegte Zungenbotschaft ihm persnliche Snden offenbart, die keiner wissen kann auer er selbst, dann darf er sicher sein, dass der erhhte Herr zu ihm gesprochen hat. Wenn er schweigt und sich belehren läßt, dann kann ihm auf diese Weise geholfen werden! Dort, wo keine Gabe der Zungen vorhanden ist, bleiben mitunter viele Sünden unerkannt-zum Schaden der Gemeinde.

13.02.2013 Kk